spc - 4. Segeltag - 02.06.09 go to ... 30.05. 31.05. 01.06. 02.06. 03.06. 04.06. 05.06. 06.06.

RDS : Tono
Kitchen Boys : Bernd & Detlef


Tages-Telegramm :
(schnell unterm Marinakran weg, Anlegeverbot an der Altstadtmole, Frühstück in einer kleinen Bucht mit anschließendem Unwetter, endlich geht´s bei Nieselregen weiter, Unwetter naht und erwischt uns voll, trotzdem Bergung eines Fenders, endlich in der Zielbucht auch mit einem Kurzgetränk, ein sehr gutes Essen mit einem Drachenkopf und eine sichere Bojenmooring)

Start :42°57,46´N017°08,26´EACI Stadtmarina Korcula
Zwischenziel : 42°57,20´N017°08,38´Evor Anker abgewettert
Zwischenfall : 42°48,91´N017°22,88´EBoje über Bord
Ziel : 42°47,22´N017°22,70´EBucht Polace auf der Insel Mljet

8:15 Uhr ab ACI Stadtmarina Korcula - 6:15 Std in Fahrt - an Bucht Polace auf der Insel Mljet 14:30 Uhr
19,7 sm durchs Wasser - Motor 12,8 sm und Segel 6,9 sm |-| 19,2 sm GPS | 3,0 kn/h

 größer ?


spc :
Tono war früh unterwegs und bereits um 08:00 mit den Tageseinkäufen in der Altstadt –bis auf an sich notwendige Kurzgetränke- wieder an Bord zurück und wir mussten sofort ablegen. Wir wollten noch einmal rum um die kleine Halbinsel und im Altstadthafen mit Blick auf die Stadt romantisch frühstücken. Um 08.45 legten wir an der Mole an, mussten aber kurze Zeit später wieder ablegen, da wir dort nicht bleiben durften.
Also verholten wir uns in die Ankerbucht nach SO unweit von Korcula. Um 08:45 gab´s dann ein klasse Frühstück.

  

Waren wir nicht brav, hatten wir nicht alles aufgegessen? Es setzte ein Regenschauer mit Blitz und Donner ein. Ja, wenn das so ist, dann gehen wir noch mal zum dösen in die Kojen.

Das Barometer war gefallen und schwankte heute zwischen 1006 – 1008. Die Wettervorhersage um 09:30 Uhr sagte einen NNW zwischen 0 – 2 Bft. und Schauer voraus.

    



Um 11:30 lichteten wir bei noch leichtem Regen und noch etwas grummeln den Anker. Mit geringer Fahrt ließen wir die kleinen Inseln Badija, Cliffs und Vrnik vorbeigleiten, wie schön müssten diese in der Sonne aussehen. Wir wollten heute unseren östlichsten Törnpunkt die Insel Mljet erreichen. Dort hatten wir uns als Ziel die geschützte Buch Polace ausgesucht.

Um 12:30 konnten wir bei einem OSO mit 4-5 Bft. auf StB die Segel setzen. Wir mussten dann jedoch 2 mal Reffen, hielten unsere 6 – 7 Knoten Geschwindigkeit jedoch bei. Tono hielt dank einer Landmarke eisern den schwierigen Kurs bei Welle und Wind. Im SSW war eine dicke Gewitterfront die gegen den Wind in unsere Richtung OSO zog.

Wir beobachteten wie diese Front immer näher kam und legten dann die Schwimmwesten und Lifebelts an. Um 13:30 hatte uns das schlechte Wetter erreicht. Bei Windstärke 6 und höher, schlechter Sicht, platter See aufgrund des starken Regens, ging es mit Stützsegel unserem Tagesziel entgegen, das Rassmus sei dank, nicht mehr weit war.


    

Plötzlich machte sich einer unserer Fender selbstständig und ging 042°48,91´N und 017°22,88´E über Bord. Trotz des Wahnsinnswetters (siehe auch kleinen Film auf unserer Homepage www.hoch-am-wind.de) gaben Detlef und Klaus nicht auf und konnten nach 3 Versuchen den Fender in Rückwärtsfahrt über die Badeplattform wieder an Bord holen.

Die Einfahrt zur Bucht zwischen dem Festland und der Insel Morainik war nicht einfach auszumachen, konnte jedoch dank Laptop-Navigation gut angesteuert werden. Um 14:30 Uhr machten wir nicht an der Mole der vielen Restaurants fest, sondern gingen an eine der in der Bucht ausgelegten Bojenmoorings. Wir wussten ja nicht, wie sich das Wetter weiter entwickelte. Klaus ging baden und verteute die Rafaela vorschriftsmäßig mit 2 Festmachern durch den unteren Ring der Boje.

    

Bei schäumender See kam auch schon der Konobawirt von „Stella Maris“ mit seinem Schlauchboot zu uns und wir machten das Abendessen klar = war ja seine Bojenmooring. Er versicherte, dass die Mooring auf jeden Fall hält und wir uns keine Sorgen machen brauchen.

Ein Anleger und kleiner Snack an Bord waren obligatorisch. Dann kamen Detlef und Tono auf die Idee mit dem Dingi ein Kurzgetränk zu holen. Der wurde auch nach 1 Stunde an Bord angelandet es war ein Slivovica von der deutschen Firma Badel! Um 17:30 waren wir alle zufrieden, satt und und relaxten leider bei leichtem Regen.

Insgesamt eine schöne Bucht, die man durchaus empfehlen kann. Bei schönem Wetter muß der Naturschutzpark mit seinen vielen zerklüfteten Buchten toll sein. Aber die dem Wetter war an eine Erkundung zu Fuß oder mit den angebotenen Fahrrädern oder Mofas nicht zu denken.

Um 19:00 landeten wir bei leichtem Nieselregen an der Konoba Ancoro an. Einer der vielen Restaurants vor der eine ScanSail Flottillie mit 10 Yachten im Laufe des Spätnachmittages festmachte. In unserer Konoba wurde uns ein fangfrischer Drachenkopf (die Augen waren nicht glasig) für 4 Personen gezeigt. Mit Kartoffeln und Mangoldsalat (das gab es übrigens fast bei jedem Essen) kam der Fisch nach einer ½ Stunde aufn den Tisch. Für 145,- € war der Fisch absolut köstlich und ein Highlight auf unserem Törn.

    

Um 22:00 Uhr ging es mit dem Dingi unserem Ankerlicht entgegen und einige Kurz- und Langgetränke mussten dran glauben.

Wir hatten mit dem Erreichen der östlichen Seite von Mljet unseren östlichsten Törnpunkt erreicht und wollten jetzt mit Winden aus SSO (hatten wir ja ziemlich konstant in den letzten Tagen) zurücksegeln. Aber der Wetterbericht, was hatte Rassmuss eigentlich gegen uns, kündigte einen NNW auf NW drehend, ab Mittags zunehmen auf 4-5 Bft an. Wir besprachen mögliche Routen für den nächsten Tag, wollten jedoch die Wetterprognose am nächsten Morgen abwarten und eine endgültige Entscheidung zu treffen.

An sich wollten wir an der östlichen Inselspitze von Mjelt in der Bucht Podskolj anlegen, aber so weit sind wir aufgrund des bescheidenen Wetters leider nicht gekommen.


zurück   top