spc - Fazit 'Rund Stromboli 2007'

Was war für uns neu und anders auf diesem Törn :
Törndauer :
Aufgrund der Flugzeiten und der langen Anfahrt entschieden wir uns 8 volle Törntage. Donnerstagabend Ankunft in der Marina und am Freitag ging es nach einer ruhigen Nacht an Bord entspannt los. Der Samstag als Abreisetag war bis zum Abflug sehr lang. Wir überbrückten aber die Zeit mit einem Aufenthalt in der wunderschönen Altstadt von Taormina.

Törn


Nachttörn :
Ein großes Highlight auf unserem Törn war unser 1. Nachtschlag in Richtung Stromboli – schon ein intensives Erlebnis. Es war aber nicht, wie von Manfred geschildert schwarz und nichts zu sehen. Wir hatten klaren Sternenhimmel und konnten die Umrisse unserer Umgebung erkennen.

Das Revier :
Die Liparischen Inseln sind nicht mit unseren bisherigen Charterrevieren zu vergleichen. Man ist noch nicht auf Besucher von Charteryachten so richtig eingerichtet oder will sich nicht einrichten. Die „Häfen“ waren bis auf Salina nicht zum anlegen geeignet. Meistens handelte es sich um T-Anleger, die für die permanent fahrenden Schnellfähren zum Anlegen bestimmt waren. Bojenmoorings gab es 2x.

Jede der 7 vulkanischen Inseln ist unterschiedlich, abwechslungsreich und hat Ihre Besonderheiten und Reize. Sein Abendziel hat man fast immer vor Augen. Uns war klar, dass uns im Juni ein Schönwettertörn erwartete. Das aber ein Superhoch uns jeden Wind nahm, die See platt war und wir viel Motoren mussten, hatten wir so doch nicht erwartet. Ein absolut fischreiches Gewässer mit garantierter Delphin- oder Tümmlerbegleitung.

Ankern :
Das wir oft den Anker werfen mussten war uns schon klar, dass wir aber nur 1 x einen Hafen anliefen, war dann doch unerwartet. Der positive Effekt war, dass wir auf diesem Törn Vertrauen zum Anker bekamen. Wir hatten uns eine Ankerboje aus einer PET-Flasche gebastelt und konnten so den Anker immer finden, diesen abtauchen und seine sichere Lage und die der Kette beurteilen.

Die Aufgabenverteilung in unserer spc-Crew :
Die spc-Crew hat sich in den letzten 7 Jahren kräftig weiterentwickelt und so wurde es für Detlef (zum 2. Mal verantwortlicher Skipper) bei einer funktionierenden Crew und einer leicht veränderten persönlichen Einstellung als beim Törn „Round Mallorca 2006“ ein Törn mit Relax-Phasen.

Detlef gab in der Vorbereitung wieder Vollgas. Die von ihm entwickelte „Software Kojenbelegungsanalyse „spc-Koba“ sorgt für eine klare Belegungsorientierung. Detlef versorgte uns bereits am 20.01.2007 mit einem tollen Bordbuch, mit allem was für unseren Törn im Juni 2007 gebraucht wurde. Alle Infos hierzu können den weiteren Unterlagen auf unserer Homepage entnommen werden.
Ebenfalls wurde uns allen eine CD überreicht in der zusätzlich alles Wissenswerte gespeichert war. Auch bekamen wir die Navigationskarten, damit sich jeder richtig vorbereiten konnte. Der Gedanke hierbei war, dass jeder seinen Streckenabschnitt als RDS vorplanen sollte und keine Detailplanung komplett von Skipper & Co erfolgte. Das Ergebnis war mal wieder mehr oder weniger erfolgreich.

Leider funktionierte unser Navigations-LapTop aufgrund eines ausgefallenen Treibers nicht, so dass wir mit dem Plotter an Bord navigierten, war auch mal ganz gut.

Die Handnavigation mit Karte kam bei diesem Törn leider etwas zu kurz. Bei Flaute legte Detlef für alle einen Lernnachmittag ein. Ergebnis = wir sollten uns mal wieder intensiv mit der direkten Kartennavigation auseinandersetzen.



Danke Detlef, Du hast Dir wahnsinnig viel Arbeit gemacht und alles toll vorbereitet. sagt die Crew





spc-Skipper - Detlef Brox
'Rund Stromboli 2007' war bereits mein siebter spc-Törn aber erst der zweite spc-Törn als verantwortlicher spc-Skipper. Ich habe aus den Mallorca-Erfahrungen gelernt und bin diesen Törn mit einer gewissen Lockerheit, aber nicht Verantwortungslosigkeit, angegangen.
Die Törnvorbereitung verlief reibungslos und alles war mit Hilfe der Crew nach einigen Törnvorbesprechungen sehr schnell abgeschlossen.

Anreise, Yachtübernahme, Check-in, der erste Ableger waren, wenn auch teilweise in Englisch und mit Gegenverkehr, kein Problem. Die Wettervorhersage gab einen konstanten Luftdruck von 1013 hPa, Sonne und 33°C für die nächsten 10 Tage an. Was also sollte auf diesem Törn passieren ?

... es passierte viel, sehr viel !

- wir steckten bis zum Hals im Schlamm
- wir erlebten ein nächtliches Gewitter in 20 sm Entfernung
- wir stanken 2 Tage nach Schwefel
- wir kamen einmal nicht in den Hafen
- wir aßen selbstgefangenen Fisch
- wir hörten 'Ein Stern der deinen Namen trägt' aber nackisch
- wir fuhren unseren ersten Nachttörn
- wir sahen keine glühende Lava
- wir wurden mehrmals von Delphinen eskortiert
- wir sahen rauchende Berge
- wir dinierten einmal sehr mäßig
- wir bekamen oft nasse Füße und Beine beim An- und Ablanden
- wir fuhren an einer steinernen Madonna vorbei
- wir durften vor der Kathedrale von Cefau ein zweites Mal 'HIHIHAHAHOHO' gegen Bezahlung singen
- wir badeten bei 1500 m Wassertiefe
- wir hatten Wassertemperaturen von maximal 29.9°C
- wir fuhren Motorroller, wie die 'Hell Angels'
- wir kauften Angelutensilien für einen 10 kg Fisch
- wir dinierten einmal sehr kostspielig
- wir ankerten wie die Wilden
- wir wurden fast jede Nacht gut durchgeschaukelt
- wir hatten fast nur Sonnenschein
- wir hatten höchsten 15 kn Wind, aber dann nur für Minuten
- wir hatten meistens 5 kn Wind und weniger
- wir lagen nur einmal im Hafen
- wir waren immer gut gelaunt
- wir sind gesegelt und gemotort
- wir durften am Flughafen 5 Stunden auf den Rückflug warten
- wir sind alle gesund zurück
- wir haben eigentlich nur Positives erlebt

Die six-pack-crew hat den 7.spc-Törn gemeinsam als Team souverän umgesetzt. Der ganze Törn, die Stimmung an Bord, die Freundschaft untereinander lässt einfach auf mehr hoffen. Ich, der spc-Skipper, bin auch beim 8.spc-Törn dabei.

Mein Dank geht an Ulrich als Co-Skipper, Klaus als Teamman, Bernd als Navigator, Adolf als Weatherman und Manfred als Lawman

Auf eine Einzelbeurteilung werde ich verzichten. Mittlerweile sind wir alle erfahrene Segler mit allen notwendigen Fähigkeitsnachweisen und hunderten von Seemeilen unter dem Kiel. Jeder spc'ler ist sich der Verantwortung auf See bewusst und hat mit seinen Erfahrungen zum Gelingen des Projektes 7.spc-Törn 'Rund Stromboli 2007' eigenverantwortlich beigetragen.



Wir sind die spc !

Adolf Bernd Detlef Klaus Manfred Ulrich

Adolf Gartenschläger - (spc-Weatherman) 1 x RDS
Bernd Bakenecker - (spc-Naviman) 1 x RDS
Detlef Brox - (spc-Skipper) 2 x RDS
Klaus Torner - (spc-Teamman) 2 x RDS
Manfred Wemhoff - (spc-Lawman) 1 x RDS
Ulrich Bröckelmann - (spc-Co-Skipper) 1 x RDS




Thanks :
Liebe Crew, vielen Dank an jeden Einzelnen von Euch! Das wir Spaß zusammen haben ist eigentlich schon normal und gehört genauso wie das „frotzeln“ zum Bordalltag. Diesmal hat einfach alles gepasst, das Wetter, der Einsatz, das Wirgefühl, das Revier, alle Randbedingen waren ok, das war Urlaub vom Feinsten. Das Wichtigste = wir haben wieder festgestellt = wir passen zusammen.

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn wir alle weitermachten. Nach 7 spc-Törns kennen wir alle Aufgaben an Bord und handeln auch in schwierigen Situationen professionell. Wir können uns auf den Anderen verlassen. Das ist eine tolle Ausgangsbasis, die es in dieser Konstellation sicher nicht oft gibt, und auf die wir Stolz sein können.



Wishes :
Safety first & happiness together = HiHi-HaHa-HoHo - the spc-Winners take it all!

Ich glaube und hoffe, dass wir im nächsten Jahr alle wieder zusammen unseren 8. Segeltörn planen und durchführen werden. Ziele gibt es reichlich. Wir werden das sicher alles auf unseren internen spc-Nach- und dann schon wieder spc-Vorbesprechungen ausgiebig besprechen. Vielleicht können wir die vor uns liegende Zeit mit etwas mehr Segeln in unserem Revier, auf Regatten oder mit einem kleinem gemeinsamen Zwischendickschifftörn z.B. in Holland-Törn verkürzen?

Spätestens 2008 wird es wieder einen spc-impact- diesmal auf einem anderen Teil der Erdkugel, wo uns hoffentlich dann wieder ein Relaxe-Törn erwartet, geben!

Are you ready for sailing-off ?

Mast- und Schotbruch

die six-pack-crew

Klaus (Logbuch) & Detlef (Internet)



Thanks / Copyrights
Einige Aussagen in diesem Törnbericht wurden aus den genannten Quellen übernommen. Diese waren eine große Hilfe. Ausdrücklich möchten wir der Charter Pool - Haltern und Jonio Yachting für Ihr professionelles Management danken. Wir kommen in ein paar Jahren sicher wieder, doch erst werden wir noch ein andere Segelreviere erkunden.





Ist-Kosten-Aufstellung für die 6-köpfige-spc (Vollpension mit Allem drum und dran) :

1.038Flugtickets
4.440Charterpreis "Corsara"
550Taxikosten / Bahnfahrt
330Skipperhaftpflicht / Kaution / Charterausfall Versicherung
500Kleidung, Karten, Literatur, etc.
110Hafen / Transitlog fürs Segeln
500Diesel / Dingi / Spi / Extras
2652Bordkasse (Vollpension "vom Feinsten")

10.048: 6 = € 1.675 pro Pirat nicht ganz billig, aber niemals bereut!





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