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7. spc-Törn - 'Rund Stromboli 2007 mit der six-pack-crew (spc) An alle Segelfreunde, die dieses Logbuch lesen = bitte beachtet, dass nur persönliche Eindrücke und Erlebnisse der spc wiedergegeben werden. Wir hoffen, dass Ihr den einen oder anderen Hinweis für Eure Planung findet. Falls Ihr spezielle Fragen habt, benutzt doch unser Gästebuch, wir antworten gerne! Alle Daten und Angaben prüft bitte selber. Das Logbuch wurde wie bisher aufgebaut. Vor der Schilderung unserer eigenen Törnerlebnissen ist immer etwas zum jeweiligen Hafen / Ankerplatz aufgeführt. Die Breiten- und Längenangaben geben in der Regel Ansteuerungspunkte an! Warum dieser Törn : Nach den letzten 6 Segeltörns können wir uns ein Jahr ohne Dickschiff-Törn kaum mehr vorstellen. Wir segeln einfach gerne, zumindest für eine Woche im Jahr! Außerdem ist das für uns alle immer eine besondere Woche, so eine Art „Adventure“ unter langjährigen Freunden. Vorbemerkung : Nach unserem 1. Törn in den griechischen Dodekanes im Jahre 2000, 3 Segeljahren in Folge, in der Türkei in verschiedenen Revieren, dem Törn in 2005 hauptsächlich im Naturschutzgebiet der Kornaten von Kroatien und dem letzten „Mallorca Round„ in 2007 wollten wir ein neues Segelrevier erkunden. Nach vielen Besprechungen und Vorschlägen entschieden wir uns für einen richtigen Sommer-Relax-Törn um die Liparischen Inseln, die an der Nordküste Siziliens liegen. ![]() Nach einigen Preisvergleichen entschieden wir uns mal wieder bei der Charter-Pool Marine Services GmbH in Haltern am See zu buchen. Einwandfreier Service mit Sicherungsschein, den man sonst bei einer direkten Buchung vor Ort selten bekommt. Unsere Segelyacht wurde uns von der Jonio Yachting zur Verfügung gestellt. Die Übergabe unserer Segelyacht, der „Corsara DR“ erfolgte durch den Basisleiter Beniamino Siliato problemlos. Wir konnten bereits am frühen Freitagmorgen die Yacht formell übernehmen, nachdem wir bereits die Nacht an Bord geschlafen haben. Die Yacht wurde am Freitag absprachegemäß um 17:00 an Ihrem Stammliegeplatz festgemacht. Die Rückgabe erfolgte nach der letzten Nacht an Bord am folgenden Samstagmorgen um 10:00 Uhr. Ein unbekanntes Revier erfordert eine gute Vorbereitung und Recherche. Diese gestaltete sich über das Internet jedoch nicht so einfach. Auch div. Forum zum Beispiel die Yacht oder das Mittelmeer-Skipper-Forum konnten uns nur bedingt weiterhelfen. Es waren kaum Törnberichte oder andere brauchbare Informationen zu finden. In der Zeitschrift Yacht gab es in der Ausgabe 9/2005 einen Törnbericht (zu alt). Als Törnführer war als einziger das Küstenhandbuch Italien von Rod Heikell von 2004 beim Verlag Editition Maritim für 45 € im Angebot. Dies gab aus unserer Sicht teilweise unzutreffend die Situation vor Ort wieder (Einzelheiten siehe Ausführungen im Törnbericht) aber besser als nichts. Eine ziemlich dicke Schwarte, die wir vielleicht später einmal für einen Italientörn gebrauchen können. Aus lauter Not bestellten wir uns beim OnlineShop HanseNautic die Seekarten IT 247 und 248 sowie den Übersegler BA 172. Die Mitarbeiter von HanseNautic berieten uns am Telefon sehr kompetent und hatten auch Revierkenntnis = weiter zu empfehlen. Die für unsere Software Chart Navigator verfügbaren elektronischen Seekarten (MED2 Italian Westcoast, Corsica, Sardinia - gültige Ausgabe: 2005) waren für eine Detailplanung nicht wirklich zu gebrauchen. Detlef hatte dann den genialen Einfall über Google Earth uns einen konkreten Überblick zu den einzelnen Inseln zu erschließen, einfach genial. Die Bilder wurden auf DIN A 3 ausgedruckt und halfen uns weiter. ![]() In der Vorplanung versuchen wir immer –auf Basis der revier- und jahreszeittypischen Wind- und Wetterverhältnisse- die idealsten von uns identifizierten Buchten, Anker- und sight-seeing-points in unseren Törn anzulaufen. Wie in unseren bisherigen Törns konnten wir unsere Planung auch diesmal fast umsetzen. Natürlich wurden diverse weitere Buchten und Häfen als Wegepunkte und Törnverläufe festgelegt, von denen wir aber nicht Gebrauch machen mussten. In diesem Jahr wollten wir uns wieder einer seglerischen Herausforderung stellen und planten für unsere 8 vollen Segeltage mit 235 Seemeilen mit einem Nachtschlag um Stromboli herum. Vorbesprechung : Ein Jahr nach unserem letzten Törn im Juni 2006 war wieder lang. Diese wurde aber durch viele Treffen und Aktionen überbrückt. Unsere Treffen und Stationen in dieser Zeit nahmen wieder fast kein Ende:
Anreise : Der Flug wurde bereits am 26.11.06 über www.hlx.com als „Billigflug“ gebucht. Vom Flughafen Düsseldorf, erfolgte am 14.06. bereits um 16:20 Uhr der take off zum Airport Catania / Sizilien. Der Rückflug erfolgte auch planmäßig am 23.06. um 19:25 Uhr. Kosten p.P. 156,- €. Das ist an sich billig. Aber dazu kommt noch der 2 ½ stündige Bustransfer der pro Strecke 210,- € für die Crew betrug. Vercharterer : Am 4.12.2006 wurde der Chartervertrag abgeschlossen. ![]() Wir lernten den Geschäftsführer Norbert Rosenberger kurz vor unserem Törn auf dem Halterner Stausee kennen und ließen ihn auf unserer DYAS spc-one im Trapez baumeln. Ein netter, sympathischer Segler. Unsere Hilfsmittel für den Törn an Bord : Die Vorbesprechungen und deren Inhalte sind ja auf anderen Seiten unserer Homepage zu verfolgen. spc-intern befinden wir uns in der Vorbereitung in Theorie und Praxis weiterhin auf einem guten Weg. Unsere Hilfsmittel an Bord waren aus den letzten Törns gut bekannt und sind nachfolgend aufgelistet: spc - Bordbuch : (Ringordner mit kompletter Törnplanung für die einzelnen Seetage, Auszug Seekarten, Tagesstart- und -endziele, besondere Beschreibungen, Alternativziele, Chartervertrag, Crewliste, Funkstationen u.v.a.) spc - Tages-Bordbuch : mit Klemmleiste (dieses war immer in der Plicht und beinhaltete den Auszug aus dem geplanten Tagestörn aus dem Bordbuch, die für den jeweiligen RDS (Responsible Day Skipper = der der die Kappe tragen musste) eine wichtige Hilfe war. spc-Seenotrolle / spc-Seenotbeutel : Im Niedergang wurde während des Segelns der rote Seenotbeutel aufgehangen. Der Seenotbeutel war mit unseren wichtigsten Dingen gefüllt und wurde vom Lawman verwaltet. Die Aufgabenverteilung RDS / Kitchenservice war ebenfalls allen bekannt. spc-Labtop-Navigation : Unser Laptop war am Kartentisch mit Tapes befestigt und lief über die Bordbatterie. Als Software benutzen wir die Navigationssoftware Cruising Navigator und die darin eingebundenen „schlechten“ Seekarten. Die geplanten Routen und Wegepunkte waren eingespielt. 2. Hand-GPS hatten wir mit eingespielten Wegepunkten auch dabei, sodass wir immer auf informativer Höhe des Geschehens waren, da die Satteliten nicht ausfielen. Der RDS (Responsible Day Skipper) : Nach den guten Erfolgen der letzten Jahre wurde das RDS-Prinzip (=Responsible Day Skipper = der, der immer die Kappe tragen musste) weitergeführt. Alle spc´ler haben einen Tag während des Törns die „RDS-special-crew-cap“ getragen und „die Macht“ über Boot und Crew mehr oder weniger ausgeübt. Der jeweilige RDS wurde bereits in der Törnplanung für jeden Segeltag festgelegt und hatte die Aufgabe der kompletten Verantwortungsübernahme für den Segeltag = quasi „Skipperverantwortung“ inkl. Schiffsführung. Ebenfalls wurden die Bordpositionen der anderen sixpackies vom RDS bestimmt und wechselten variabel von Manöver zu Manöver, auch während des Segeltages. Das Bordleben unter Segel und Motor : Wir fuhren einige Manöver = MOB, Wende, Halse, Kursänderungen = überhaupt kein Problem für die spc-Crew. Erstmals wurde der „Quickstopp“ unter Segel gefahren. Hierbei wird aus einem Amwindkurs einfach ein Kreis gefahren ohne die Segelstellung = zeitweise backstehende Fock zu verändern. Dieses Manöver ist eine schnelle Alternative zum MOB, um einen über Bord gefallenen Gegenstand wieder zu erreichen. Die wenigen An- und Ablegemanöver in den 2 Häfen und die vielen Ankerlieger klappten in den unterschiedlichsten Besetzungen gut. Praxis und Diskussionen brachten alle von uns wieder ein Stück weiter (z.B. wie). Mitseglervereinbarung und Zusatzversicherung und spc-specials : Die Mitseglervereinbarung und Zusatzversicherung bei Pantaenius-Yachtversicherung Charterpaket Gold (Skipper-Haftpflicht-, Unfall-, Rechtsschutz-, Charterkautions- und Charterfolgeschadenversicherung) waren schon vorher unterzeichnet und abgeschlossen, Kosten 330,- €. Das jeweilige Wetter bestellten wir uns über einen SMS-Mobile-Service. Auch haben wir von www.wetteronline.de per Internetzugang via Mobile Gebrauch gemacht. Die Wettervorhersagen trafen im großen und ganzen zu. spc-team-wear : Bis auf eine persönliche Badehose, verfügen wir über einen „Vollbekleidungsstatus“. Auf allen T-Shirts, Hosen, Pullover, Caps, Handtüchern ist unser Logo und der persönliche Name eingestickt. Im Laufe der Jahre wird aber immer was verloren, verlegt, vergessen, geht ohne Sicherung über Bord oder wird zu klein. Insofern war unser Auftreten bunt gemischt. Natürlich hat unser spc-Spruch jeden Tag, mindestens bei jedem Abendessen, für Aufmerksamkeit gesorgt. |
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